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Winterliche Straßenverhältnisse. 10 Tipps für sicheres Fahren
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09 janvier 2026

Winterliche Straßenverhältnisse. 10 Tipps für sicheres Fahren

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Mit täglich über 200 Einsätzen war der Pannenservice des Automobilclub Luxemburg (ACL) Anfang der Woche stark gefordert. Schnee, Eis und tiefe Temperaturen stellen Fahrzeuge und Verkehrsteilnehmende vor besondere  erausforderungen. Viele Pannen lassen sich jedoch mit der richtigen Vorbereitung vermeiden. Der ACL zeigt, worauf es ankommt, um sicher durch den Winter zu kommen, und gibt zehn praktische Tipps für winterliche Fahrbedingungen.

  1. Winterreifen sind Pflicht
    Bei Glatteis, Schneematsch, festgefahrener Schneedecke oder Reifglätte gilt in Luxemburg unabhängig von der Jahreszeit die situative Winterreifenpflicht. Die Reifen müssen mit „M+S“, „M.S.“, „M&S“ oder dem Alpine-Symbol gekennzeichnet sein. Für eine optimale Haftung empfiehlt der ACL ein Mindestprofil von 4 Millimetern. Die Reifen mit dem stärksten Profil sollten an der Hinterachse montiert werden, um die Stabilität des Fahrzeugs insbesondere in Kurven zu verbessern.
  2. Fahrzeug vollständig von Schnee und Eis befreien
    Vor jeder Fahrt müssen alle Scheiben frei von Eis und Schnee sein und eine uneingeschränkte Sicht ermöglichen. Auch Beleuchtung und Kennzeichen müssen sichtbar bleiben. Zur Winterausstattung gehören Eiskratzer, Enteiser-Spray, Frostschutzmittel für die Scheibenwaschanlage sowie ein Enteisungsspray für Schlösser oder die Tankklappe.
    Unnötiges Warmlaufenlassen des Motors ist gesetzlich verboten und schadet nicht nur der Umwelt sondern auch dem Motor. Türdichtungen lassen sich mit Glyzerin oder Kerzenwachs vor dem Festfrieren schützen. Scheibenwischer sollten vorsichtig von der Frontscheibe gelöst und bei Bedarf ersetzt werden.
  3. Geschwindigkeit den Straßenverhältnissen anpassen
    Unter einer Schneedecke kann sich Eis bilden, wodurch die Haftung der Reifen stark abnimmt. Der ACL empfiehlt daher, die Geschwindigkeit konsequent an die Verhältnisse anzupassen, einen deutlich größeren Sicherheitsabstand einzuhalten und bei winterlichen Bedingungen mehr Zeit für Fahrten einzuplanen.
  4. Ruhige und kontrollierte Fahrweise
    Alle Lenkbewegungen sollten gefühlvoll und gleichmäßig erfolgen. Dadurch können die Reifen ihre Haftung progressiv aufbauen. Plötzliches Beschleunigen, abruptes Bremsen oder riskante Überholmanöver erhöhen auf glatter Fahrbahn das Risiko, die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren.
  5. Längere Bremswege einkalkulieren
    Auf Schnee oder Eis kann sich der Bremsweg bis auf das Vierfache verlängern.
    Vorausschauendes Fahren ist daher besonders wichtig. Fahrzeuge mit ABS sollten bei einer Notbremsung mit durchgedrücktem Bremspedal gebremst werden, damit das Fahrzeug lenkbar bleibt. Generell gilt, das Tempo zu reduzieren und unter der erlaubten Höchstgeschwindigkeit zu bleiben.
  6. Vorsichtiges Anfahren an Steigungen
    Beim Anfahren auf verschneiter Fahrbahn, insbesondere an Steigungen, sollte langsam und gleichmäßig beschleunigt werden, um einen Traktionsverlust zu vermeiden.
  7. Richtige Gangwahl nutzen
    Bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe empfiehlt der ACL, auf Schnee frühzeitig in einen höheren Gang zu wechseln, um die Motordrehzahl niedrig zu halten. Automatikfahrzeuge sollten, sofern vorhanden, den Schneemodus nutzen, um die bestmögliche Traktion aufrechtzuerhalten.
  8. Tempomat ausschalten
    Auf verschneiter oder glatter Fahrbahn sollte der Geschwindigkeitsregler deaktiviert werden, da er die Fahrzeugkontrolle negativ beeinflussen kann.
  9. Vereiste Gefällestrecken meiden
    Bei vereister Straße rät der ACL dazu, steile Bergabfahrten nach Möglichkeit zu umfahren, da hier ein besonders hohes Rutschrisiko besteht.
  10. Beleuchtung manuell einschalten
    Bei Schneefall empfiehlt der ACL, die Fahrzeugbeleuchtung auch tagsüber manuell einzuschalten. Automatische Lichtsysteme reagieren nicht immer zuverlässig auf diffuse Lichtverhältnisse.

Der ACL appelliert an alle Verkehrsteilnehmenden, ihr Fahrzeug winterfest zu machen und ihr Fahrverhalten den Bedingungen anzupassen. Gute Vorbereitung, angepasste Geschwindigkeit und vorausschauendes Fahren tragen entscheidend dazu bei, Pannen und Unfälle zu vermeiden und sicher ans Ziel zu kommen.

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